Meine sehr geehrte Damen und Herren, und alle dazwischen und außerhalb,

Dietenbach entsteht in hoher urbaner Dichte. Flächen sind knapp – deshalb brauchen wir Synergien und Mehrfachnutzung. Genau darum geht es in unserer interfraktionellen Anfrage „Für einen sozio‑kulturell lebendigen Stadtteil Dietenbach: Optimierung begrenzter Flächen & Synergien“.

Zum heutigen TOP: Der Sport‑ und Bewegungspark wird als sozialer Ankerpunkt beschlossen. Lassen Sie uns diesen Anker so auslegen, dass er auch Kultur trägt: nicht nur ein Biergarten, sondern wir schaffen dort heute eine niedrigschwellig bespielbare Fläche mit Stromanschlüssen, barrierefreien Wegen, klaren Fluchtwegen und einem praxistauglichen Lärm‑ und Betriebsrahmen. Die Gastronomie ist dort. Lasst uns die Kultur im nächsten Schritt dazuholen. Im Sinne der sozio-kultur – des sozial-kulturellen Zusammenhaltes. Das schafft Begegnung, nimmt Vereine, Schulen und Nachbarschaft mit – und verhindert spätere Konflikte.

Ideale Voraussetzungen für sozio-kulturelle Nutzungen – in einem Stadtteil, wo man die kulturflächen leider weiterhin mit der Lupe suchen muss. Zu einem richtig guten Biergarten – für 15.000 Leute! – gehört eine richtig gute Bühne. 

Es ist ja im Prinzip schon alles da. Und es freut auch die Wirte, denn ein buntes Kulturprogramm, offene Bühnen, das belebt das Geschäft, das Gemüt, und stiftet Gemeinschaft in einem Stadtteil, den wir nicht an die Anonymität urbaner Dichte verlieren dürfen.

Innenstadt entzerren! Der Druck wandert sonst wohin? richtig…

Zweitens: Wir müssen über den Park hinausdenken. Öffentliche Plätze, die Erdgeschosszonen der Quartiersgaragen, Schule/Mensa‑Forum, Jugendtreff und die „Meistermeile“ am nördlichen Eingang – das sind die Orte, an denen Kultur, Musik und Nachtkultur in einem gemischten Stadtteil funktionieren können. Unsere Anfrage bittet die Verwaltung darzulegen, ob, wie und wo diese Bausteine planerisch und betrieblich gesichert werden: im B‑Plan 6‑177, über Machbarkeitsprüfungen für Quartiersgaragen und über sozio-kuklturell vorausschauende – kluge Konzeptvergaben.

Drittens: Gute Kulturpolitik ist Konfliktprävention. Wir brauchen klare Zeitfenster, Schallschutz und Awareness‑Standards – gemeinsam mit Anwohner*innen, Vereinen und der Jugendarbeit. So wird Dietenbach auch „nach acht“ lebenswert.

Für den heutigen Beschluss werbe ich um eine kurze Ergänzung: Die Bespielbarkeit (rechtlich wie infrastrukturell) im Biergarten‑Umfeld als Planungsprämisse prüfen und vor der Offenlage des B‑Plans in den Ausschüssen berichten.

Sport, Kultur und Stadtteil zusammen denken – damit aus knappen Flächen ein lebendiger Stadtteil wird. Vielen Dank.

Markus Schillberg

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