Leider erleidet das Kulturraumkonzept genau jenes Schicksal, das in Krisenzeiten allzu oft als Erstes die Kultur trifft: es gerät zusehends ins Abseits. Kunst und Kultur brauchen planbaren Raum. Mit dem interfraktionellen Antrag hätten wir das Problem am Kern angepackt.Ziel war es, Bedarfe wie Ateliers, Proberäume und Musikspielstätten usw. verbindlich in der Stadtplanung zu verankern und Leerstände besser zu nutzen. Doch die Verwaltung vertröstet leider: Wegen knapper Ressourcen soll das Konzept auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Das Signal enttäuscht, denn Kultur ist unverzichtbar für den gesellschaftlichen Zusammenhalt einer Stadt. Und in den heutigen Zeiten brauchen wir sie mehr denn je. Ja die Erarbeitung erfordert Ressourcen, würde aber in der langfristigen Planung und Entwicklung von Kultur viele Ressourcen sparen und Unsicherheiten nehmen.

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