Nach zwei Jahren wurde im Gemeinderat eine erste Bilanz zum Drogenkonsumraum gezogen. Bisher gab es ca. 9.000 Kontakte pro Jahr und 12.000 vorwiegend intravenöse Konsumvorgänge – das sind ca. 20 am Tag, Tendenz steigend. Aber: Jede Spritze, die dort genutzt wird, landet nicht auf der Straße. Neben Opiaten wird vor allem Kokain konsumiert – durch das fehlende Drugchecking (chemische Analyse von psychotropen Substanzen) besteht hier allerdings ein höheres Risiko einer Überdosierung. In zwei Jahren gab es 23 Drogennotfälle; bei der Hälfte musste der medizinische Notdienst hinzugezogen werden. Der veränderte Konsum zeigt, dass im Konzept noch nachgebessert werden kann, beispielsweise beim Betreuungsbedarf oder auch bei den Öffnungszeiten. Ein besonderer Dank gilt dem engagierten Team vor Ort, das unter den zunehmend fordernden Bedingungen täglich unverzichtbare Arbeit leistet und deren Sicherheit ebenfalls gewährleistet werden muss.

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