62,8 Prozent der Schü­ler:innen, die ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ) besuchen, haben einen Migrationshintergrund und stammen überdurchschnittlich oft aus armen Verhältnissen. Das zeigt eindeutig, dass Inklusion nach wie vor von den Ressourcen der Familien abhängt und nicht gleichberechtigt einhergeht. Gerne vergessen wir dabei, dass auf einem SBBZ kein Schulabschluss möglich ist und somit der Weg in die Werkstatt für behinderte Menschen vorgezeichnet ist. Es liegt nahe, dass die massiv steigenden Zahlen bei den SBBZ auf die Abschaffung der Werkrealschulen zurückgehen. Förderbedarfe werden heute noch schneller attestiert. Wenn Inklusion endlich ernsthaft betrieben würde, wäre auch der Druck auf die SBBZ weniger hoch. Wir fordern deutlich mehr Bildungsbegleiter:innen an Regelschulen und haben Fragen an die Verwaltung.

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